Fachbegriffe
Rund um den traditionellen Bogensport
© 2009-2011 by Ralf Brandes
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Die folgenden Fachbegriffe haben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und Korrektheit.Diese Fachbegriffsammlung in der
Urfassung wird zur Verfügung gestellt von Roland von Bröckel www.bogenschiessen-lernen.de
Erweiterungen durch bogenpla.net und Einsendungen von unseren Besuchern sind ebenfalls eingeflossen.
Gerne nehme ich Deine Erweiterung und Ergänzung mit auf. Mail an fachbegriffe@bogenpla.net.
A
Anker und Ankerpunkt
Ein bestimmter Punkt - üblicherweise im Gesicht des Bogenschützen - der beim Spannen des Bogens von der
Zughand berührt wird. Ein präziser Ankerpunkt ermöglicht eine identische Auszugslänge und damit für jeden Schuß
reproduzierbare gleiche Wurfleistung des Bogens
Armschutz
Ein Stück festen Materials, das dazu dient, den Bogenarm vor einer schmerzhaften Berührung mit der Sehne zu
schützen.In der Regel ist der aus Leder oder einem leder- ähnlichen Material gefertigte Armschutz an der Innenseite
des Unterarms befestigt. Für Anfänger empfiehlt sich ein Armschutz, welcher sowohl den Unter – wie auch den
Oberarm schützt.
B
Blankbogen (engl. Bare bow)
Ein Bogen ohne Visier. Meist sind Recurves bzw. Olympic-Recurves gemeint, die keine Visiereinrichtungen haben.
Aber auch die Langbogen und Jagdrecurve zählen zur Klasse der Blankbogen.
Blunt
Eine Jagdspitzenart, die für Kleinwild verwendet wird. Man spricht auch von Koenpfeilen. Diese sind vorne verdickt
und stumpf und erschlagen das Wild statt ihm Schneidwunden zuzufügen (Jagdspitze) oder es aufzuspießen
(Feldspitze). In früherer Zeit waren diese entweder aus einem dickeren Ausgangsschaft herausgearbeitet oder wurden
mit einem entsprechend geformten Geweihaufsatz gefertigt. Heute gibt es Gummiaufsätze die auf den Schaft gesteckt
werden können. Pfeile dieser Art sind auch hervorragend zum Dosenschießen oder zum Schießen auf Bälle oder
andere nicht zu harte Gegenstände geeignet.
C
Clout
Clout-Schießen. Es werden 12 Passen zu jeweils 3 Pfeilen auf ein Clout (Ziel) geschossen. Das Ziel steht in einem
Abstand von 180 Yards= 165 Meter für Männder und 120 Yards=110 Meter für Frauen.
Das Clout-Schießen entspringt der englichen Tradition. Im Mittelalter wurden die Bogenschützen auf diese
Entfernungen trainiert, um im Kampf die Infanterie die Reiterschaft zu unterstützen. Um 1442 wurde von Edward IV
erlassen, dass jeder männliche Untertan ab dem 6. Lebensjahr Sonntags nach dem Kirchgang Bogenschießen zu
üben hat.
D
Deflex
Von einer deflexen Form spricht man, wenn sich der Bogen zum Schützen biegt.
E
Eibenbogen
Ein aus Eibenholz gefertigter Bogen. Aus Eibe wurden bevorzugt englische Langbögen gebaut. Aber auch viele
steinzeitlich Bogentypen wie auch die Bögen der Wikinger waren häufig aus Eibe gefertigt. Eibe gilt als das beste
europäische Bogenholz. Als wildwachsende Baumart ist die Eibe allerdings sehr selten geworden und steht unter
Naturschutz. Gute, bogenbautaugliche Eibe ist deshalb rar und schwer zu bekommen.
Eskimobogen
Bögen der arktischen und subarktischen Regionen, die auf Grund des dort bestehenden Holzmangels oft in
Kompositbauweise mit Hilfe von Sehnensträngen hergestellt wurden. Neben Treibholz kamen auch Geweihstücke
zum Einsatz, die dann durch Sehnenwicklungen untereinander verbunden wurden. Neben relativ einfachen
Bauweisen gab es auch hochkomplexe Konstruktionen, in denen über 40m handgedrehte Sehnenstränge verarbeitet
wurden. Der Archäologe Alfred Rust hat die Vermutung angestellt, dass die späteiszeitlichen Rentierjäger aus dem
Stellmoorer Tunneltal möglicherweise mit Bögen dieser Bauart gejagt haben könnten.
F
Face Walking
Technik beim Blankbogen-Schießen (Visiert wird über die Pfeilspitze), bei der die Veränderung der Entfernung des
Ziels über einen geänderten Ankerpunkt im Gesicht erreicht wird.
Flu Flu
Der Pfeilschaft wird mit sechs langen (ca. 10 cm) Naturfedern befiedert. Dadurch wird die Flugweite drastisch
reduziert. Flu-Flu-Pfeile werden bzw. wurden für die Jagd auf fliegende Vögel verwendet.
Feldbogenschießen
Disziplin beim Bogenschießen, bei dem die Schützen im Gelände von bekannten oder unbekannten Entfernungen aus
schießen. Diese Art des Schießens wurde ehemals entwickelt, um Jagdsituationen zu simulieren
F.I.T.A
FEDERATION INTERNATIONALE DE TIR A L'ARC Internationaler Bogensportverband. Von dieser Vereinigung
sind Reglements erarbeitet worden, die bei den olympischen Spielen, Weltmeisterschaften sowie bei europäischen
Wettkämpfen zugrundegelegt werden. Auch nationale Wettkämpfe sind nach diesen Regeln auszutragen, wenn die
dabei geschossenen Ergebnisse als Rekorde anerkannt werden sollen.
FITA Runde
Freiluft-Disziplin beim Bogenschießen, bei der die Damen jeweils 36 Pfeile auf eine Entfernung von 70, 60, 50 und 30
Meter schießen, die Herren dieselbe Anzahl von Pfeilen auf die Distanzen 90, 70, 50 und 30 Meter.
Flachbogen (engl. flatbow)
Der amerikanische Flachbogen ist in seiner heutigen Form eine Kombination der Bauweise des europäischen
Langbogens mit Bauweisen von Bögen der nordamerikanischen Urweinwohner. Flachbögen als solche mit tendenziell
rechteckigem, eher breitem Wurfarmquerschnitt hat es in verschiedenen Varianten sowohl in der europäischen
Steinzeit wie auch insbesondere bei den östlichen Waldlandindianern gegeben. Das breite, im Querschnitt flache
Layout der Wurfarme gewährleistet eine geringere mechanische Anfälligkeit gegen Kompressionsrisse, Stringfollow
(bleibende Krümmung der Wurfarme) oder gegen Bruch. Mit diesem Design können sehr leistungsfähige und
dauerhafte Bögen auch aus weniger druckfesten Hölzern wie z.B. Esche, Ulme, Ahorn oder auch Obsthölzer gebaut
werden. Es eignet sich aber auch, um eher kurz gehaltene, handliche Jagdbögen aus höherwertigen Hölzern wie
Eibe, Osage Orange und Hickory zu bauen. Der Amerikanische Flachbogen war zwischen 1880 und 1945 sehr
verbreitet, bis er von den industriell produzierten Bögen auf Fiberglas-Basis verdrängt wurde. Mit der Rückbesinnung
auf traditionellere Werte seit Mitte der 90er Jahre hat eine regelrechte Renaissance des amerikanischen Flachbogens,
besonders in den Vereinigten Staaten, stattgefunden. Aber auch unter Europas Bognern findet er aufgrund seines
unkomplizierten, fehlerverzeihenden Konstruktionsweise und wegen seiner Robustheit immer mehr Anhänger, zumal
der Flachbogen an sich nicht nur eine charakteristische Waffe der amerikanischen, sondern auch der europäischen
Frühgeschichte darstellt.
Flämisch Spleiß
Besondere Herstellungsart von Sehnen, bei eine Sehnenschlaufe durch Einspleißen in den Sehnenkörper, also ohne
Knoten gebildet wird. Bogensehnen im flämischen Spleiß werden insbesondere für traditionelle Bogen verwendet.
Moderne, flämisch gespleißte Sehnen aus Dacron sind häufig an beiden Enden mit eingespleißten Sehnenschlaufen
versehen. Der Begriff des flämischen Spleiß hat sich gebildet, weil Belgien früher ein wichtiger Standort der
Sehnenherstellung war.
Fliegender Anker
Speziell bei berittenen Bogenschützen (Mongolen, Indianer) verwendete Technik, um in möglichst schneller Abfolge
und aus der Bewegung heraus schießen zu können. Der Pfeil wird dabei während des Auszugs gelöst. Die Präzision
dieser Schießtechnik ist geringer als bei einem fester Ankerpunkt und erfordert viel Training. Der Moment des Lösens
wird dabei eher gespürt (wahrscheinlich in erster Linie durch den Zuggewichtszuwachs auf den Fingern der Zughand)
statt ihn durch einen festen Körperpunkt zu definieren.
G
Grain
Das Grain ist die kleinste klassische englische Gewichtseinheit. Ein englisches Grain entspricht 64,79 Milligramm.
7000 Grain ergeben ein englisches Pfund.
H
Holzbogen
Holzbögen werden alle Bögen genannt, die aus Holz gefertigt sind und deren Wurfleistung ausschließlich durch Holz
erbracht wird. Dabei gibt es sogenannte selfbows, die aus einem einzigen Stück Holz herausgearbeitet sind und den
ursprünglichsten aller Bogentypen darstellen. Und es gibt Bögen, die aus zwei Stücken mittels Spleiß im Griffbereich
gefertigt sind. Auch bei diesen wird die Wurfleistung dennoch durch das Holz erbracht. Man spricht bei diesen Bögen
auch manchmal von sogenannten Primitivbögen, wobei das Wort „primitiv“ hier in seiner ursprüngliche Bedeutung von
„zuerst, anfangs“ gemeint ist. Sehnenbelegte Bögen werden häufig auch dazugerechnet, stellen aber eigentlich schon
eine fortgeschrittenere Bauweise dar. Laminierte Bögen, die mit Hilfe moderner Kleber hergestellt sind, und entweder
verschiedene Holzarten, Holz mit Bambus oder Holz mit Fiberglaslaminat kombinieren gehören nicht zur Klasse der
Holzbögen.
Holmegaard
Der Holmegaardbogen beschreibt eine in der nordeuropäischen Mittelsteinzeit verbreitete Form des Holzbogens. Der
ursprüngliche Fund, nach dem dieser Typus benannt ist, wurde in den 1940er Jahren in einem Moor bei Holmegaard
auf Seeland, Dänemark gemacht. Mit einem Alter von ca. 8000 Jahren ist dieser Fund der weltweit die älteste seiner
Art, da neben bloßen Fragmenten auch ein vollständig erhaltener Bogen geborgen wurde. Ähnlich konstruierte, zu
diesem Typus zu zählende Bögen wurden später auch im norddeutschen Raum gefunden. In der Regel waren diese
Bögen etwa von der Größe des Schützen und stellen eine besondere Form des Flachbogens dar, die
charakteristischer Weise schon über einen eingezogenen Griffbereich verfügt und eher schmal ausgearbeitete, nur
geringfügig arbeitende Wurfarmenden hat. Die Ausgereiftheit dieses Bogenmodells ist beachtenswert und setzt
durchaus auch für den heutigen Holzbogenbau Maßstäbe. Die ursprünglich Funde waren aus dünnen
Ulmenstämmchen hergestellt. Spätere Modelle waren aber auch aus Eibe gefertigt.
I
Instinktives Schießen
Der Begriff des „instinktiven Schießens“ (instinctive shooting) stammt aus dem Amerikanischen und wurde von Fred
Asbell geprägt. Die Art zu schießen, die damit gemeint ist, ist sicherlich die ursprünglichste Art des Bogenschießens
und wurde anfangs vor allem für das jagdliche Bogenschießen propagiert. Inzwischen ist es die Art des
Bogenschießens, die überhaupt als charakteristisch für das traditionelle Bogenschießen angesehen wird. Es meint
das Schießen ohne jegliche Zielhilfen, bei dem der Schütze ausschließlich sein Ziel fixiert, ohne über den Pfeil oder
Bogen zu peilen. Letztlich ist es eine Form des Schießens, die aus der Erfahrung konstanten Übens erwächst. Ihre
Überlegenheit zeigt sich besonders beim Schießen im Gelände auf unbekannte Entfernungen und beim Schießen auf
bewegte Objekte. Das instinktive oder auch intuitive Schießen, wie es manchmal genannt wird, ist im Grunde die
einzige Technik, die sich für das Schießen traditioneller Bögen eignet. Man schießt aus einem fließenden
Bewegungsablauf ohne langes Ankern heraus, was den Belastungseigenschaften von Holz sehr entgegenkommt.
Denn langes Ankern wie beim Sportbogenschießen mit Visier, würde jeden Holzbogen über kurz oder lang ruinieren.
Intuitives Schießen
Der Begriff „intuitives Schießen“ wird oft synonym mit dem Begriff „instinktives Schießen“ verwendet. Vielleicht ist er
auch einfach die bessere Übersetzung für das, was im Amerikanischen mit „instinctive shooting“ gemeint ist. Natürlich
gibt es aber auch in dem Maße, in dem die traditionelle Szene wächst, auch immer mehr Theorien über die Art des
richtigen Schießens. Der Begriff des „intuitiven Schießens“ wird dabei mehr von denjenigen verwendet, die die
meditativen Aspekte des Bogenschießen betonen möchten. Grundsätzlich ist hiermit jedenfalls auch eine Art des
Schießens gemeint, die auf Visierhilfen verzichtet.
J
Jagdrecurve
Der moderne Jagdrecurve ist ein deutlich kürzerer Bogen mit einem ergonomisch geformten Griffstück, ein
Bogenfenster mit Shelf über dem Griff und dynamische Recurves. Die Recurve-Anteile des Bogens sind die weit nach
vorne gebogene Enden der Wurfarme und bieten dem Schützen durch eine Optimierung der Wurfarmphysik eine
deutliche Verstärkung der Wurfkraft und einen sanften Schuss.
K
Kompositbogen
(auch Reflexbögen) bestehen aus mehreren, zumindest aber aus zwei verschiedenartigen Materialen, welche
Leistungsfähigkeit und Lebensdauer des Bogens stark verbessern. Die verschiedenen Materialien werden gewöhnlich
zusammengeleimt. Neben einer bestimmten Holzsorte kommen weitere Materialien wie Hölzer, Horn, Knochen,
Sehnen oder Metall zum Einsatz.
Kyudo (dt. Weg des Bogens)
Kyudo ist die über 500 Jahre alte Kunst des japanischen Bogenschießens. Für den Außenstehenden besonders
auffällig ist der langsame Bewegungsablauf, die bei Zeremonien stilvolle traditionelle Bekleidung. Neben der
besonderen Übungsmethodik unterscheidet sich der Bogen auffällig von westlichen Bögen. Der Yumi ist asymmetrisch
geformt, der obere Wurfarm ist deutlich länger als der untere. Der verkürzte untere Arm ermöglicht es, den Bogen
auch im Knien zu schießen.
L
Langbogen (englischer)
Der Langbogen ist der Urtyp des Bogens. Leider verbirgt sich hinter dem Begriff Langbogen keine klare Definition. Der
klassische Typ, der i.d.R. gemeint ist, wenn wir vom Langbogen sprechen, wurde von den Walisern im Mittelalter
"erfunden" (englischer Langbogen). Funde aus der Steinzeit belegen allerdings, dass es damals auch schon
mannshohe Bögen gab. Die Bezeichnung "Langbogen" ist deshalb auch etwas irreführend, da sie nicht unbedingt
länger als andere Holzbögen sind. Charakteristische Merkmale des (mittelalterlichen/englischen) Langbogens sind
das nicht abgesetzte Griffteil und der typische D-förmige Querschnitt. Der Langbogen zeichnet sich dadurch aus, dass
der Bogen nur aus Holz besteht und nicht mit anderen Materialien verleimt ist. Meist wird Eibe oder Esche verwendet.
Der Rohling wird so aus dem Stamm geschnitten, dass er aus dessen verschiedenen Regionen besteht. Außen das
weiche und zähe Splintholz und innen das harte Kernholz. In ungespanntem Zustand ist der Bogen gerade wie ein
Stab.
Lbs.
Kürzel für das englische Pfund (lat.: Pfund, Waage, Plural; Singular: lb.). Ein englisches Pfund entspricht 453,59
Gramm.
M
Mediteraner Griff
Dabei legt man den Pfeil auf die Sehne, der Zeigefinger ist über, der Mittel- und Ringfinger unter dem Pfeil. Die Sehne
liegt in den vorderen Fingerfurchen. Der Pfeil wird durch den Mittel- und Zeigefinger lediglich locker in der Sehne
gehalten. Dies hat den Vorteil, dass man den Pfeil beim Ausziehen nicht verliert (relevant bei dünnen Sehnen oder
Selfnocks) und dass man durch die drei Finger genug Kraft hat, die Sehne zu ziehen.
P
Primitivbogen
Oft verwendeter Begriff, der alle Formen der traditionellen Bögen zusammen fasst. Gemeinsames Merkmal der
Primitivbögen ist jedoch die ausschließliche Verwendung ursprünglicher Materialien und Verzicht auf verstärkende
Komponenten wie z.B. glasfaserverstärkte Kunststoffe oder Karbonfasern.
R
Recurve
Als Recurvebogen, werden alle Typen bezeichnet, deren Enden in ungespanntem Zustand in Schiessrichtung zeigen.
Bei den älteren Typen handelt es sich vielfach um zusammengesetzte Bögen in Kompositbauweise, d.h. es werden
mehrere Materialien miteinander verarbeitet (Holz, Knochen, Sehnen etc.). Die neueren Typen bestehen meist aus
Holz und Fiberglas.
Reiterbogen
Ein Reiterbogen ist eine Art von Bogen, der im Mittelalter entwickelt wurde. Da er sehr klein ist, im Vergleich mit
anderen Bogenarten, wie z.B. einem Langbogen, wurde er von berittenen Kriegern verwendet. Der Reiterbogen wurde
außerhalb von Europa in Asien entwickelt. Am bekanntesten für den Bau von Reiterbögen sind die Hunnen und
Mongolen, zentralasiatische Völkerschaften. Auch bekannt für den Bau und die Verwendung von Reiterbögen sind die
Comanchen Nordamerikas. Sie wurden im 19. Jahrhundert von den Armeen der jungen Vereinigten Staaten als die
weltweit beste leichte Kavallerie bezeichnet.
Rohschafttest
Eine Versuchsreihe, mit der ermittelt wird, welche Schäfte zum Bogen passen. In der Versuchsreihe werden
verschiedene (unterschiedliche Spinewerte und Spitzengewichte) und unbefiederte Pfeile geschossen. Bei korrekter
Versuchtanordnung bekommt man als Ergbnis einen Spinewert in Verbindung mit dem Schaftmaterial und
Spitzengewicht, welches zum Bogen und Schützen passt.
S
Selfbows
Unter „Selfbows“ werden Bogen verstanden, die aus einem Stück Holz gebaut sind. Sie haben keine Pfeilauflage und
kein ausgeschnittenes Bogenfenster. Der Pfeil liegt auf dem Handrücken, bzw. Zeigefinger.
Bogen, die solchen Kriterien entsprechen können sind u.a.:
* Steinzeitliche Bogen
* Afrikanische Bogen
* englische Langbogen
* Indianerbogen (Flachbogen)
Spinewert
Steifheitswert eines Pfeils. Dieser Wert wird gemessen, indem man ein Gewicht von 2 lbs auf die Mitte eines 28“
langen Schafts legt und dann die dadurch entstehende Durchbiegung misst.
* Siehe auch Spinewertrechner unter Dies und das *
String Walking
Technik beim Blankbogen-Schießen, bei der die Veränderung der Position der Zughand auf der Sehne als Zielhilfe
genutzt wird.
T
Take Down Bogen
Dreiteiliger, zum leichteren Transport zerlegbarer Bogen.
Toxon
Griechisch für Bogen. Weil im frühen Mittelalter die Griechen (angeblich) von den Skythen mit vergifteten Pfeilen
beschossen wurden hat sich der griechische Begriff toxisch=giftig entwickelt.
U
Unteranker
Bei dieser Methode sind Zeige-, Mittel- und Ringfinger unter dem Pfeil. Auch hier liegt die Sehne in den vorderen
Fingerfurchen. Ein Merkmal dieser Technik ist, dass der Pfeil dabei sehr viel näher am Auge liegt, als beim
mediterranen Anker. Diese Technik wird von System- und FITA-Schützen benutzt, da diese das Ziel über den Pfeil
anvisieren.