Spinewert-Rechner Rund um den traditionellen Bogensport Seitenanfang © 2009-2011 by Ralf Brandes 
erstellt vom Bogenblog, dem Blog für traditionelles Bogenschiessen
Der sog. „spine“-Wert ist eine Maßzahl für die Biegesteifigkeit des Pfeils und wird traditionell in englischen Pfund angegeben, und zwar so, dass der Wert in etwa der Zugstärke eines englischen Langbogens entspricht, für den der Pfeil geeignet wäre. Der ideale „spine“-Wert hat für jeden Schützen zusätzlich eine individuelle Komponente. Die Anpassung des „spine“ an Bogen und Schütze ist besonders bei den traditionellen Schützen wichtig, da die Sehne sich beim Schuss genau auf den Bogen zubewegt, der Pfeil sich aber um den Bogen herumwinden muss. Ein falscher „spine“ bedeuten einen unruhigen Flug oder das (unerwünschte) Anschlagen des Pfeilschafts an den Bogen. Idealerweise sollten die Schwingungen des Pfeilschaftes nach einigen Metern Flug gedämpft sein. Ermittelt wird er, indem man den Pfeil auf zwei Stützen mit einem Abstand von 28 Zoll auflegt und ein Gewicht von 1,94 Pfund (880g) in der Mitte anhängt. Die Durchbiegung des Pfeilschaftes wird in 1/1000 Zoll gemessen und als „spine“-Wert bezeichnet. Je kleiner der Wert, desto steifer ist der Pfeil, d.h. desto größer auch die traditionelle Angabe in englischen Pfund. Generell gilt, je stärker der Bogen und je größer der Auszug, desto steifer muss der passende Pfeil sein. Allerdings haben moderne Bögen in der Regel ein "Schussfenster", eine Aussparung im Bogenkörper. Diese ermöglicht eine, der Bogenmittelachse nähere Auflage des Pfeils, wodurch die erforderliche Amplitude der Pfeilbiegung bei der Windung um den Bogenkörper herabgesetzt wird. Einige Bögen besitzen auch einen Aufbau, der eine zentrierte Lage des Pfeils ermöglicht, wodurch der Pfeil in gerader Linie abgeschossen wird – das „Herumwinden“ um den Bogenkörper entfällt.                                                                                                                              Quelle Wikipedia.de